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Squad-Update 10.6: Neues Party-System, überarbeiteter Kompass und große Performance-Verbesserungen

Squad-Update 10.6: Neues Party-System, überarbeiteter Kompass und große Performance-Verbesserungen

Offworld Industries hat Update 10.6 für Squad veröffentlicht. Im Fokus stehen Komfort-Funktionen, ein neues Social-Feature sowie eine umfassende Performance-Überarbeitung von Grafik und UI.

Das Party-System ist da

Das zentrale Feature ist ein neues Party-System, mit dem sich Spieler bereits im Hauptmenü zu Gruppen zusammenschließen können, bevor sie gemeinsam ins Match starten. Parties können bis zu neun Spieler für PvP-Server oder fünf für Fireteam-Missionen umfassen. Party-Leiter können den Zugang sperren oder öffnen, Mitglieder über neue Social-Tools verwalten (hinzufügen, entfernen, blockieren, kicken, stummschalten, befördern) und im Menü per Voice-Chat kommunizieren, der beim Serverbeitritt automatisch zum regulären Squad-/Proximity-VOIP wechselt.

Beim Serverbeitritt wird die Party automatisch in ein eigenes In-Game-Squad eingeteilt, wobei der Party-Leiter zum Squad Leader wird. Diese automatisch erstellten Squads sind standardmäßig „entsperrt“, damit auch andere Spieler freie Plätze belegen können. Wechselt der Leiter den Server, folgt die gesamte Party automatisch. Serverbetreiber erhalten zudem neue Admin-Werkzeuge sowie ein angepasstes Warteschlangensystem, um Team-Stacking einzudämmen.

Kompass und Beobachtungsmarker

Die Kommunikation im Squad wird durch einen neuen „Beobachtungsmarker“ verbessert, den jedes Squad-Mitglied setzen kann. Er erscheint nur für das eigene Squad als blauer Kreis auf dem Kompass. Marker haben eine begrenzte Dauer und eine Abklingzeit, um Spam zu verhindern; das Setzen löst dieselbe Handgeste aus, die bislang Leitern vorbehalten war.

Überarbeitetes Map-Voting

Um sich wiederholende Runden zu reduzieren, nutzen neue Server künftig strengere Standardwerte beim Map-Voting: Statt sechs stehen nur noch drei Fraktionen zur Auswahl, die Sperrzeit bis zur Wiederholung einer Fraktion steigt von drei auf fünf Runden, bei Fraktions-Einheiten von drei auf vier Runden. Karten müssen künftig zwei statt eine Runde pausieren, bevor sie erneut gespielt werden können. Bestehende Server behalten ihre bisherigen Einstellungen, sofern die Betreiber nicht aktiv umstellen.

Performance- und Grafik-Überholung

Dieses Update enthält einen der größten Grafik-Asset-Austausche in der Geschichte von Squad. Der Großteil der Vegetation im osteuropäischen Biom wurde erneuert, Pflanzen nutzen in der Ferne nun voxelisierte Darstellungen für eine bessere Verdeckung, und viele Texturen wurden auf ein virtuelles Textursystem umgestellt, um VRAM zu sparen. Auch Wolken, volumetrischer Nebel und Beleuchtung wurden performanceseitig angepasst. In Summe könnten diese Änderungen die offizielle VRAM-Empfehlung von 6 GB auf 4 GB senken – vorbehaltlich weiterer Tests.

Yehorivka ist die erste Karte, die das „World Partition“-Streaming-System der Unreal Engine 5 nutzt und so den Speicherbedarf um rund 1 GB zusätzlich zu den Vegetations-Einsparungen senkt. Bekannte Probleme sind gelegentliches Textur-Flackern und fehlende Felsen in der Ferne – beides soll in einem kommenden Update behoben werden.

Auch die Benutzeroberfläche läuft nun auf einem neuen Backend, das den dauerhaften VRAM-Verbrauch des alten Menüsystems eliminiert. Kurzfristig können dadurch optische Unsauberkeiten wie überlappende Elemente oder falsch ausgerichteter Text auftreten.

Gameplay- und Unterdrückungs-Anpassungen

Aufgrund von Community-Feedback wurde die Unterdrückung (Suppression) überarbeitet: Schüsse müssen nun innerhalb von 3 Metern treffen, um effektiv zu unterdrücken, der Kamera-Ruckeffekt wurde um 80 % reduziert, und das Geräusch vorbeifliegender Kugeln wurde leiser gestellt, damit es den richtungsweisenden Schusssound nicht mehr übertönt. Unterdrückung verhindert weiterhin das Luftanhalten, nicht aber das Heranzoomen.

Weitere nennenswerte Korrekturen:

  • „Turret Surfing“ – das Mitfahren auf Fahrzeugtürmen bei voller Geschwindigkeit – ist nicht mehr möglich.
  • Fahrzeuge bleiben seltener an Straßenhindernissen und Bordsteinen hängen.
  • HABs enthalten jetzt automatisch eine Munitionskiste.
  • Kampfunfähige Soldaten sehen einen Fortschrittsbalken bis zur Wiederbelebung.
  • Nach der Wiederbelebung kann sofort über das Visier gezielt werden.
  • Die Zündverzögerung von Panzerminen wurde verkürzt, damit schnelle Fahrzeuge ihnen nicht mehr entkommen können.

Fraktions- und Waffenanpassungen

Mehrere Fraktionen erhielten Korrekturen an ihren Kits: etwa richtige Magazinzahlen für iranische Crewmen/Piloten, ein zusätzliches Fernglas für das IMF-LAT-03-Kit sowie korrigierte USMC-Panzer-Battlegroups auf Fallujah und Mutaha. US-Army-Battlegroups nutzen nun vollautomatische M4A1-Gewehre statt der Burst-Fire-M4, während USMC-Combined-Arms-Einheiten auf das M27 wechseln. Repetiergewehre (Mosin, Lee Enfield, SKS) laden nach dem Nachladen nicht mehr fälschlich eine zusätzliche Patrone, und das Visier des AK-12 wurde für bessere Sicht verbreitert.

Weitere Korrekturen

Update 10.6 behebt zahlreiche kleinere Probleme: aussetzendes VOIP durch Windows-Audioverbesserungen oder Server-Warteschlangen, falsche Wrack-Materialien bei Fahrzeugen, Kollisionsprobleme auf Al Basrah, Harju und Tallil sowie einen Bug, der das Schießen durch eine Felswand auf Harju erlaubte. Zusätzlich steht ein stark experimenteller Branch mit HOTAS- und TrackIR-Unterstützung für Hubschrauberpiloten separat zum Testen bereit.